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Verstoß gegen EU-Kartellrecht: 260 Mio € Geldbuße gegen Orbia, Clariant und Celanese

22.07.2020 − 

Die EU-Kommission hat am 14. Juli 2020 gegen die Konzerne Orbia, Clariant und Celanese Geldbußen in Höhe von 260 Mio € verhängt. Hintergrund sind Verstöße gegen das EU-Kartellrecht. Die Unternehmen haben sich an einem Kartell über Einkäufe auf dem Ethylen-Handelsmarkt beteiligt und trafen Absprachen, um Ethylen günstig einkaufen zu können. Sämtliche Akteure, darunter auch der Konzern Westlake (USA), der das Kartell aufdeckte und dem daher keine Geldbuße droht, räumten ihre Beteiligung ein. Ihre Praktiken betrafen auch Deutschland, heißt es vonseiten der EU-Kommission. Die Absprachen bezogen sich aber auch auf Belgien, Frankreich und die Niederlande.

Orbia (Mexiko) muss rd. 22 Mio Euro, Clariant (Schweiz) rd. 155 Mio Euro und Celanese (USA) rd. 82 Mio Euro bezahlen. Westlake wurde die Geldbuße von 190 Mio Euro erlassen, da die Firma die Kommission in Kenntnis gesetzt hat.

Laut den Angaben wird Ethylen in der Regel im Rahmen von Lieferverträgen eingekauft. Der Einkaufspreis für Ethylen schwanke stark, und um das Risiko der Preisvolatilität zu verringern, liege Ethylen-Lieferverträgen eine Preisformel zugrunde, die häufig einen sogenannten „Monthly Contract Price“ (MCP) umfasst, einen branchenspezifischen monatlichen Preisreferenzwert, der sich aus individuellen Verhandlungen zwischen Ethylenkäufern und -verkäufern ergebe.

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