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Stretchfolien: Coveris kauft Anlagen von Total Polyfilm

18.10.2019 − 

Der Verpackungskonzern Coveris, Wien, hat eine Fünfschicht- sowie vier Dreischicht-Extrusionsanlagen erworben. Die Maschinen zur Herstellung von PE-Stretchfolien für landwirtschaftliche, Silage- und industrielle Anwendungen stammen von dem ehemaligen Standort des insolventen britischen Folienherstellers Total Polyfilm Ltd. in Preston (Großbritannien). Die Anlagen sollen in das europäische Produktionsnetzwerk der Business Unit „Films“ von Coveris integriert werden. Auf den zugekauften Anlagen werden PE-Folien (co- und mono-extrudiert) hergestellt. Wie eine Sprecherin von Coveris auf Anfrage erklärte, ermöglichen die Mehrschicht-Anlagen den verstärkten Einsatz von Rezyklat (Post Consumer beziehungsweise Post Industrial).

Der britische Hersteller von PE-Folien für die Agrarindustrie Total Polyfilm musste als Spätfolge eines Großbrands im Werk Preston Insolvenz anmelden. Laut dem Anfang Oktober 2019 als Insolvenzverwalter eingesetzten Wirtschafts- und Beratungsunternehmens KPMG hatte das Werk in Folge des Brandes im Jahr 2016 mit dem Verlust von Hauptkunden und schrumpfenden Auftragseingängen zu kämpfen, was schließlich zu Liquiditätsproblemen führte. Neben dem Werk in Preston wurde der zweite Standort im britischen Brighouse ebenfalls im Oktober dieses Jahres geschlossen, bis auf 17 Mitarbeiter verloren 206 ihren Job. Laut KPMG produzierten beide Standorte zusammen jährlich rund 40.000 t PE-Folien und erwirtschafteten einen Umsatz von 50 Mio £.

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