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Starke Pandemie-Auswirkung auf Röchling-Umsatz 2020

27.05.2021 − 

Der traditionsreiche Kunststoffverarbeiter Röchling, Mannheim, hat im Geschäftsjahr 2020 einen Umsatz von 2,04 Mrd Euro erzielt. Wie der Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Hanns-Peter Knaebel beim virtuellen Bilanzpressegespräch ausführte, bedeutete dies ein Minus von 13,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Grund für den Rückgang seien vor allen Dingen die Auswirkungen der Werkschließungen der Automobilhersteller im 2. Quartal 2020 wegen der Corona-Pandemie gewesen. So setzte Röchling im Segment „Automotive“ 1,07 Mrd Euro um – im Jahr 2019 waren es noch 1,33 Mrd Euro. Sonderkonjunkturen wie der Bau von Swimmingpools stützten die Erlöse. Bereits 2020 sei im Übrigen eine Kunststoffverknappung zu sehen gewesen.

Für das laufende Jahr 2021 rechnet die Geschäftsleitung mit einem Umsatzplus im hohen einstelligen Prozentbereich, ohne jedoch das Vor-Pandemie-Niveau zu erreichen.

Belastend würde sich momentan die neuerliche Kurzarbeit bei einigen Automobilherstellern aufgrund der fehlenden Rohstoffe und Halbleiter auswirken. Prof. Knaebel machte außerdem deutlich, dass die Wirtschaft maßgeblich von den weltweiten Impfkampagnen und der damit prognostizierten Entschärfung der Lockdown-Maßnahmen abhängig sei.

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