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Selectrona-Sanierung: Walter Söhner steigt als Investor ein

04.12.2019 − 

Im Sanierungsverfahren der Selectrona GmbH, einem Hersteller von Präzisionskunststoffteilen und Baugruppen hauptsächlich für die Automobilindustrie, haben die Gläubiger in der Gläubigerversammlung am 14. November 2019 beim Amtsgericht Dresden den Insolvenzplan des in Dippoldiswalde und Glashütte ansässigen Unternehmens einstimmig angenommen. Das Insolvenzgericht habe den Insolvenzplan bestätigt. Damit liegen die Voraussetzungen für den Einstieg der Walter Söhner Technologieberatungs GmbH als strategischer Investor vor.

Veränderungen erfolgten bereits in der Geschäftsführung der Selectrona. Seit September 2019 lenkt Helmuth Rauscher als CEO die Firma. Der Betriebswirt unterstützt als Interim Manager Unternehmen in herausfordernden Situationen. Ihm steht Herbert Bender zur Seite, der sich um die technischen Prozesse kümmern wird. Zum weiteren Geschäftsführer mit dem Aufgabenbereich Sanierung wurde Rechtsanwalt Jörg Spies, der den Insolvenzplan erstellt hatte, bestellt. Der frühere Geschäftsführer und Unternehmensgründer, Steffen Söhner, soll in einer Beiratsfunktion der Firma weiterhin zur Verfügung stehen.

„Mit dem erfolgreichen Abschluss des Verfahrens ist es gelungen, einen der größten Arbeitgeber der Region mit allen Arbeitsplätzen zu erhalten“, freut sich Betriebsratsvorsitzender Gunar Fischer, der als Mitglied des Gläubigerausschusses die Interessen der Belegschaft vertreten hat. „Es waren weder Kurzarbeit noch Entlassungen nötig.“ Trotz voller Auftragsbücher bis in das Jahr 2022 hinein, hatte die Selectrona GmbH aufgrund nicht ausreichender Liquidität beim Amtsgericht Dresden Antrag auf Sanierung in Eigenverwaltung stellen müssen.

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