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Neue Pyrolyseanlage von Remondis, BASF und Quantafuel?

22.04.2021 − 

Der Entsorger Remondis, Lünen, könnte beim chemischen Recycling von Kunststoffabfällen mit dem Chemiekonzern BASF, Ludwigshafen, und dem norwegischen Technologieanbieter Quantafuel, Lysaker, kooperieren. Die drei Unternehmen haben erklärt, eine entsprechende Zusammenarbeit beim chemischen Recycling prüfen zu wollen. Untersucht werde dabei die „Möglichkeit einer gemeinsamen Investition in eine Pyrolyseanlage“, teilte BASF mit.

Dabei soll Remondis die Anlage mit geeigneten Kunststoffabfällen beliefern. BASF wiederum werde das gewonnene Pyrolyseöl im Rahmen seines „ChemCycling“-Projekts als Rohstoff in der Produktion einsetzen. Quantafuel soll die Technik für die Anlage liefern und sie betreiben. Ihr Standort werde gemeinsam geprüft, so BASF.

Ob chemisches Recycling künftig zu einer Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe beitragen kann, hängt nach Aussage des Chemiekonzerns vom rechtlichen Rahmen auf EU- und nationaler Ebene ab. „Dazu gehört, dass Produkte, die auf chemisch recycelten Rohstoffen basieren, auf die Erreichung von Rezyklateinsatzquoten angerechnet werden können“, so der Chemiekonzern. Das Unternehmen will einen von unabhängiger Stelle zertifizierten Massenbilanzansatz nutzen, um den Anteil des chemischen recycelten Materials seinen Endprodukten zuzuordnen.

„Um die Herausforderungen von Kunststoffabfällen lösen zu können, bedarf es eines passenden regulatorischen Umfelds“, sagte Lars Kissau, Senior Vice President Global Strategic Business Development Petrochemicals von BASF. Er wies auf das selbstgesteckte Ziel des Konzerns hin, ab 2025 jährlich 250.000 Tonnen recycelte Rohstoffe zu verarbeiten.

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