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Kunststoffrohr-Industrie steht durch Rohstoffprobleme unter starkem Druck

19.05.2021 − 

Der Kunststoffrohrverband, Bonn, hat Anfang Mai 2021 eine Stellungnahme zum aktuellen Rohstoffmarkt in Deutschland abgegeben. Danach sehen sich die Partner der Wertschöpfungskette der Kunststoffrohr-Industrie - an deren Ende die Hersteller von Kunststoffrohren, -bauteilen und –fittingen stehen - mit extremen Herausforderungen konfrontiert.

Neben einer stark eingeschränkten Verfügbarkeit von Rohstoffen und Rohrwerkstoffen für alle Partner, seien auch signifikante Preissteigerungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu beobachten. Dies betreffe alle Stufen der Wertschöpfung für Kunststoffrohre aus den Werkstoffen PE, PP und PVC, so der Verband.

Die Kunststoffrohr-Industrie blicke mit großer Besorgnis auf die drohenden Rohstoffengpässe und die Vielzahl von Force-Majeure-Meldungen, die die Rohstoffhersteller in den letzten Wochen für PP, PE und PVC ausgerufen haben.

Hinzu käme, dass der Einbruch des Welthandels zu Beginn der Covid-19-Pandemie und die im 4. Quartal 2020 sprunghaft wieder angestiegene Nachfrage zu teils chaotischen Situationen im Frachtgeschäft geführt hätten: Vielfach habe es an Containern gefehlt, die infolge der Pandemie in den falschen Häfen gestrandet seien. Das knappe Angebot und die starke Nachfrage nach Frachtkapazitäten hätten beispielsweise die Containerpreise auf der Strecke Asien-Europa seit Ende 2020 um mehr als 400 % ansteigen lassen. Importe von Rohstoffen oder Rohrsystemen könnten die Produktionsausfälle in Europa nicht ausgleichen.

 

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