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Italien: Pkw-Neuzulassungen brechen um 85 Prozent ein

06.04.2020 − 

Das italienische Verkehrs- und Infrastrukturministerium (Ministero delle Infrastrutture e dei Trasporti-MIT) spricht von einem „doppelten Schock“ auf dem heimischen Automobilmarkt. Zum einen ging das Angebot aufgrund von Schließungen in der Bereichen Produktion und Vertrieb zurück, zum anderen ist die Nachfrageseite gehemmt und kann darüber hinaus auch nicht bedient werden. Gemäß den am 1. April 2020 veröffentlichten Daten ist die Zahl der Neuzulassungen in Italien im April mit 28.326 Pkw um 85,4 % gegenüber dem Vorjahresmonat (194.000) eingebrochen. In den ersten beiden Monaten des Jahres 2020 gab es rund 318.545 Neuzulassungen – ein Minus von 7,3 % zum Vergleichszeitraum in 2019.

Für die Automobilindustrie rechnet das MIT bei Werksschließungen in der Größenordnung von 16 Tagen mit einem EU-weiten Produktionsverlust von mehr als 1,2 Mio PKW – davon allein 78.000 in Italien. Dabei wurde hervorgehoben, dass es zu besorgniserregenden Auswirkungen für die Zulieferindustrie kommen könnte. Für die Wertschöpfungskette der italienischen Automobilbranche würden über 270.000 Beschäftigte arbeiten.
   

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