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Großbritannien: Steuer pusht Einsatz von Recyclingkunststoff

18.03.2020 − 

Kunststoffverpackungen ohne einen Mindestanteil an Recyclingmaterial sollen ab 2022 in Großbritannien einer Zusatzsteuer unterliegen. Geplant ist ein Satz von zunächst 200 £ pro Tonne, was derzeit etwa 227 € entspricht. Er soll auf Plastikverpackungen angewendet werden, die weniger als 30 Prozent Rezyklat enthalten.

Dies sieht der Haushaltsentwurf 2020 vor, der vor wenigen Tagen vorgestellt wurde. Die neue Steuer soll sowohl auf im Inland hergestellte als auch importierte Verpackungen erhoben werden, während Exporte befreit werden sollen. Geplant ist eine jährliche Anpassung entsprechend dem Verbraucherpreisindex. Die Steuer werde die „Plastikmüllplage“ bekämpfen helfen, so der britische Finanzminister Rishi Sunak in seiner Haushaltsrede. Die Regierung erwartet, dass die Steuer den Einsatz von Recyclingkunststoff in Verpackungen um 40 Prozent steigern wird.

Das britische Finanzministerium rechnet mit Einnahmen von rund 240 Mio £ im ersten Jahr nach Einführung der geplanten Steuer am 1. April 2022. Für das Folgejahr erwartet es einen Rückgang um 5 Mio £ und ein Jahr später eine weitere Abnahme um 15 Mio £, weil Hersteller mit dem Einsatz von mehr Rezyklat reagieren oder Verpackungen aus anderen Materialien nutzen.

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