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Corona-Pandemie drückt Kunststoffrecycler an die Wand

25.05.2020 − 

Die Recyclingwirtschaft muss zu den Branchen gehören, die in den geplanten Aufbauprogrammen der EU und der Mitgliedstaaten Unterstützung erhalten, fordert der europäische Verband Plastics Recyclers Europe (PRE), Woluwe-Saint-Pierre, (Belgien). Es sei essenziell, die bereits erzielten positiven Entwicklungen zu sichern, um den Verbrauch an Kunststoffneuware in Europa zu verringern und das Überleben des Sekundärrohstoffmarkts und weitere Investitionen in diesen Bereich zu sichern, teilt der europäische Dachverband der Kunststoffrecycler mit.

PRE warnt, dass die europäische Kunststoffrecyclingwirtschaft aufgrund der aktuellen von der Covid-19-Pandemie ausgelösten Marktentwicklungen ihre Produktion einstellen muss, denn die Krise habe zur Schließung von kunststoffverarbeitenden Betrieben geführt und gleichzeitig erreichten die Preise für Primärkunststoffe Rekord-Tiefststände. Beides lässt die Nachfrage nach Recyclingkunststoffen einbrechen.

Der Verband befürchtet, dass ohne eine wirtschaftlich überlebensfähige Recyclingindustrie nur Deponierung und Verbrennung als Optionen für recycelbare Kunststoffe verbleiben werden. Eine Schädigung der Branche hätte neben schwerwiegenden ökologischen Konsequenzen auch weitreichende sozioökonomische Folgen aufgrund der Beschäftigtenzahl in der Wertschöpfungskette, so PRE.

„Falls die Situation sich nicht ändert und keine Abhilfemaßnahmen für die Branche ergriffen werden, wird das Kunststoffrecycling nicht mehr wirtschaftlich sein und der Übergang zu zirkulären Kunststoffen gefährdet“, warnt Ton Emans, der Präsident von Plastics Recyclers Europe.

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