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BASF: Belastetes TDI wird zurückgeholt

12.10.2017 − 

Bei der BASF SE, Ludwigshafen, ist es zu einem Vorfall bei der Herstellung des Kunststoffvorprodukts TDI gekommen. Durch einen technischen Fehler in der Produktion wurde das TDI mit einer stark erhöhten Konzentration an DCB (Dichlorbenzol) belastet. DCB ist giftig für Wasserorganismen und kann Haut und Atemwege reizen. Außerdem steht es in Verdacht, Krebs zu verursachen.
Die Auslieferung wurde daraufhin gestoppt und von den 7.500 Tonnen, die diesen hohen DCB-Wert aufwiesen, kann BASF rund 5.000 t wieder zurückholen; sie waren noch nicht weiterverarbeitet. Wie BASF weiter mitteilte, sollen bis Ende nächster Woche (KW 42/2017) sämtliche noch nicht verarbeitete Schaumblöcke als auch unverarbeitetes TDI zurückgeholt sein. Im Falle der bereits verarbeiteten Produkte, würden die Abnehmer von einem Team von 75 Spezialisten der BASF bei Test zur DCB-Konzentration unterstützt. Zudem wurde eine Hotline für Kunden und Verbraucher eingerichtet.
Das verunreinigte TDI war zwischen dem 25. August und 29. September 2017 produziert und an 50 Kunden geliefert worden. TDI ist ein Ausgangstoff von PUR, das als elastischer Schaum für Matratzen oder Automobil-Sitzpolster verwendet wird. Als Folge des mangelhaften Materials haben verschiedene Firmen Lieferstopps ankündigen müssen. Betroffen waren unter anderem die Firmen Conzzeta (Foampartner), Recticel oder Dunlopillo.

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